Wer war Rudolf Steiner?
Rudolf Steiner (1861–1925) war Philosoph, Vortragender und Begründer der Anthroposophie — einer von ihm entwickelten Geisteswissenschaft, aus der unter anderem die Waldorfpädagogik, die anthroposophische Medizin und die biodynamische Landwirtschaft hervorgingen. Für die Biodynamik ist er die Gründungsfigur: Auf ihn gehen sämtliche Grundlagen der Methode zurück.
Seine Rolle für die Landwirtschaft
1924, im letzten Jahr seines Lebens, hielt Steiner auf Gut Koberwitz den Landwirtschaftlicher Kurs — eine Reihe von acht Vorträgen vor rund hundert Landwirtinnen und Landwirten, die sich um die nachlassende Fruchtbarkeit ihrer Böden sorgten. Aus diesen Vorträgen stammen die Idee des Hoforganismus, die Biodynamische Präparate und die Berücksichtigung kosmischer Rhythmen.
Steiner verstand seine Angaben nicht als fertiges Rezept, sondern als Anregung zur Forschung. Die praktische Ausarbeitung — Herstellung, Anwendung, Erprobung — leisteten erst die Generationen nach ihm, etwa Maria Thun, Eckard von Wistinghausen und Pierre Masson.
Einordnung
Steiners Werk ist umfangreich und wird kontrovers diskutiert. Seine landwirtschaftlichen Angaben entspringen seinem geisteswissenschaftlichen Weltbild und sind nicht aus naturwissenschaftlicher Forschung abgeleitet. Im Lexikon werden seine Begriffe deshalb als Ursprungskonzepte referiert und eingeordnet, nicht als gesicherte Naturgesetze.
Häufige Fragen zu Rudolf Steiner
Was hat Rudolf Steiner mit Landwirtschaft zu tun?
Er gab 1924 mit dem Landwirtschaftlichen Kurs den Anstoß zur biodynamischen Landwirtschaft — inklusive Präparaten, Hoforganismus und kosmischen Rhythmen.
Wann lebte Rudolf Steiner?
1861 bis 1925. Den Landwirtschaftlichen Kurs hielt er 1924, im Jahr vor seinem Tod.
Verwandte Begriffe
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