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Maria Thun

Maria Thun (1922–2012) war eine biodynamische Forscherin. Ab 1963 gab sie jährlich ihren Aussaatkalender heraus und prägte die Arbeit mit kosmischen Rhythmen im Gartenbau.

Wer war Maria Thun?

Maria Thun (1922–2012) war eine der einflussreichsten Forscherinnen der biodynamischen Bewegung. Sie wuchs auf einem Bauernhof bei Marburg auf und kam über ihren Mann, den Anthroposophen Walter Thun, in den 1940er-Jahren mit der biodynamischen Landwirtschaft in Berührung. Über Jahrzehnte führte sie eigene Anbauversuche durch.

Der Aussaatkalender

Thun untersuchte, wie sich Mondphasen und die Stellung des Mondes vor den Tierkreissternbildern auf das Pflanzenwachstum auswirken. Daraus entwickelte sie die Einteilung in Wurzel-, Blatt-, Blüten- und Fruchttage, die bis heute die biodynamische Zeitplanung prägt.

1963 gab sie ihren ersten Aussaatkalender heraus. Er erscheint seither jährlich und wird in zahlreiche Sprachen übersetzt. Auf Thun geht auch das Fladenpräparat zurück.

Einordnung

Wichtig zur Quellenlage: In unserem Fachkorpus liegen keine Primärwerke von Maria Thun vor — ihre Aussagen sind hier über Sekundärquellen (etwa Wistinghausen, Masson) und ihre öffentlich dokumentierte Biografie wiedergegeben. Ihre Konstellationsforschung ist innerhalb der Biodynamik einflussreich, aus wissenschaftlicher Sicht aber umstritten; kontrollierte Versuche konnten die postulierten Tierkreis-Wirkungen nicht durchgängig bestätigen. Wer sich auf konkrete Aussaattag-Wirkungen beruft, sollte das als biodynamische Methode kennzeichnen.

Häufige Fragen zu Maria Thun

Wofür ist Maria Thun bekannt?

Für ihren Aussaatkalender (seit 1963) und die Erforschung des Einflusses von Mond und Tierkreis auf das Pflanzenwachstum.

Was sind Wurzel-, Blatt-, Blüten- und Fruchttage?

Eine von Thun geprägte Einteilung der Tage nach der Stellung des Mondes vor den Tierkreissternbildern, die bestimmten Pflanzenteilen zugeordnet werden.

Verwandte Begriffe

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