Präparatekiste Magazin
← Lexikon

Lexikon

Anbaupraxis im biodynamischen Betrieb

Fruchtfolge, Gründüngung und mechanische Beikrautregulierung sind die ackerbaulichen Grundlagen des biodynamischen Betriebs – über die Präparate hinaus, geregelt in der Demeter-Richtlinie.

Was gehört zur biodynamischen Anbaupraxis?

Die Biodynamische Präparate sind das Markenzeichen der Biodynamik, aber sie wirken nur im Rahmen einer soliden ackerbaulichen Praxis. Diese ackerbaulichen Grundlagen sind in der Demeter-Richtlinie verbindlich geregelt und gehen über den allgemeinen Bio-Standard hinaus.

Fruchtfolge und Gründüngung

Eine vielfältige Fruchtfolge ist Pflicht: Die Demeter-Richtlinie verlangt mindestens drei Hauptkulturen aus zwei verschiedenen botanischen Familien, und Leguminosen (Hülsenfrüchte) müssen Teil der Folge sein — als Haupt- oder Zwischenfrucht, Untersaat oder Gründüngung. Gründüngung und begrünte Flächen halten den Boden bedeckt und lebendig; im Freiland-Gartenbau soll etwa ein Drittel der Fläche mit Gründüngung oder Futterbau belegt sein.

Pflanzenschutz und Beikrautregulierung

Der biodynamische Pflanzenschutz setzt zuerst auf vorbeugende und mechanische Maßnahmen. Beikraut wird bevorzugt mechanisch reguliert — durch Striegeln und Hacken vor thermischen Verfahren. Direkte Pflanzenschutzmittel sind nur eingeschränkt und nach einer Positivliste zugelassen, und erst dann, wenn biodynamische Maßnahmen wie das rhythmische Spritzen von Hornkiesel 501 nicht ausreichen; die Nützlingspopulation darf dabei nicht gefährdet werden.

Häufige Fragen zur biodynamischen Anbaupraxis

Welche Fruchtfolge verlangt Demeter?

Mindestens drei Hauptkulturen aus zwei botanischen Familien, mit Leguminosen als Pflichtbestandteil.

Wie wird im biodynamischen Betrieb Unkraut reguliert?

Bevorzugt mechanisch (Striegeln, Hacken) und vorbeugend; chemische Mittel sind weitgehend ausgeschlossen.

Verwandte Begriffe

---