Was ist der Ackerschachtelhalm (508)?
Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), auch Zinnkraut genannt, trägt die Nummer 508, nimmt aber eine Sonderstellung ein: Er gehört nicht zu den sechs Kompostpräparate (502–507) und ist im engeren Sinn kein Präparat, sondern ein Pflegemittel. Als Tee oder Brühe auf Boden und Pflanzen gespritzt, dient er der Regulierung von Pilzdruck.
Anders als die Präparatepflanzen ist der Schachtelhalm keine Blütenpflanze, sondern ein Sporenträger — verwandt mit Farn und Moos, ein „lebendes Fossil" aus der Zeit, als seine Verwandten baumhoch wuchsen.
Herstellung
Gesammelt wird die ganze oberirdische, grüne Pflanze möglichst kurz vor Johanni an einem sonnigen Tag und im luftigen Schatten getrocknet. Zu unterscheiden vom ungeeigneten Sumpf- und Waldschachtelhalm: Beim Ackerschachtelhalm sind die Knotenabstände des Stängels kürzer als die der Seitensprosse.
Anwendung und Wirkung
Für die Anwendung werden 200 bis 300 Gramm getrocknetes Kraut (oder 1 bis 1,5 Kilogramm frisches) in 10 bis 20 Liter Wasser etwa eine Stunde schwach gekocht. Eine fünf- bis zehnprozentige Verdünnung davon wird im Herbst, im Frühjahr und im Hochsommer in einer Menge von rund 100 Litern je Hektar auf Boden und Pflanzen gespritzt — vorbeugend und wiederholt.
Der hohe Kieselgehalt des Schachtelhalms ist es, dem nach biodynamischem Verständnis über seine Lichtkräfte die Eindämmung übermäßigen Pilzwachstums zugeschrieben wird.
Häufige Fragen zum Ackerschachtelhalm
Ist der Ackerschachtelhalm (508) ein Kompostpräparat?
Nein. Er nimmt eine Sonderstellung ein — ein Pflegemittel gegen Pilzdruck, kein Kompostpräparat und kein klassisches Präparat.
Wie wird Ackerschachtelhalm angewendet?
Als Tee oder Brühe (gekocht, dann verdünnt) auf Boden und Pflanzen gespritzt — vorbeugend, wiederholt, in Herbst, Frühjahr und Hochsommer.
Verwandte Begriffe
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