Hornkiesel trägt die Nummer 501 und ist neben Hornmist (500) das wichtigste Feldspritzpräparat. Es ist das Lichtpräparat: Es unterstützt die Lichtaufnahme und die Reife und stärkt Qualität und Aroma der Ernte. Dieses Porträt ordnet Substanz, Hülle und Wirkbild ein; den Zeitpunkt je Kultur beschreibt der Artikel Hornkiesel 501 (Timing).
Substanz und Hülle
Hornkiesel entsteht aus fein vermahlenem Bergkristall — also Quarz, chemisch Siliziumdioxid. Das Quarzmehl wird in ein Kuhhorn gefüllt und über den Sommer in der Erde vergraben. Die Kieselsäure ist im biodynamischen Verständnis der Träger der Lichtkräfte: Rudolf Steiner verbindet das Kieselige im „Landwirtschaftlichen Kurs“ (GA 327) mit den fernen, formenden und reifenden Kräften des Kosmos — im Gegensatz zum erdnahen, wässrig-kalkigen Pol.
Wirkbild: der Lichtimpuls
Hornkiesel wirkt auf die oberirdischen, dem Licht zugewandten Teile der Pflanze. In der Praxis zeigt sich das als Förderung der Photosynthese, der Ausreifung und der geschmacklichen Qualität. Es ist der Gegenspieler des bodenbezogenen Hornmists (500): Während 500 die Wurzel und das Bodenleben anspricht, ordnet 501 das Wachstum nach oben hin und bremst übermäßigen, weichen Wuchs. Beide werden zusammen eingesetzt.
Herstellung im Jahreslauf
Die mit Quarzmehl gefüllten Hörner werden im Frühjahr vergraben und über den Sommer den Sonnenkräften in der Erde anvertraut; im Herbst werden sie geholt. Das Kieselpräparat bleibt am besten bis zum Gebrauch im Horn. Den vollständigen Zyklus zeigt der Artikel Präparate selbst herstellen Herbst.
Anwendung
Vor dem Ausbringen wird Hornkiesel eine Stunde dynamisiert und morgens fein vernebelt über die grünen Pflanzenteile gespritzt; mit Beginn der Reife auch am Nachmittag. Bei Trockenheit wird die Anwendung reduziert, weil der Lichtimpuls den Stress verstärken kann. Die Rührtechnik beschreibt Präparate rühren, die Zeitpunkte je Kultur der Artikel Hornkiesel 501 (Timing).
Häufige Fragen zu Hornkiesel 501
Woraus besteht Hornkiesel?
Aus fein vermahlenem Bergkristall (Quarz, Siliziumdioxid), der in einem Kuhhorn über den Sommer in der Erde reift.
Was bewirkt das Hornkieselpräparat?
Es ist das Lichtpräparat: Es fördert Photosynthese, Ausreifung und Qualität — als Gegenspieler zum bodenbezogenen Hornmist.
Verwandte Begriffe & Artikel
- Hornkiesel 501
- Hornmist 500
- Kuhhorn
- Quarz
- Präparate rühren