Das Hornkieselpräparat (501) ist das Licht- und Reifepräparat — es wirkt über Assimilation und Reife, fördert Festigkeit, Geschmack und Haltbarkeit. Hergestellt wird es als Gegenstück zum Hornmist: feinst gemahlener Quarz wird in ein Kuhhorn gefüllt und über den Sommer im Boden vergraben. Dieser Überblick zeigt den Ablauf; die Detailrezepturen stehen bei Wistinghausen und Masson.
Material
Ausgangsstoff ist klarer Bergkristall beziehungsweise Quarz mit sehr hohem Siliziumdioxid-Gehalt (über 98 Prozent). Dazu wieder gut ausgeformte Kuhhörner, die — wie beim Hornmist — möglichst nur für Hornkiesel verwendet und nicht mit Hornmist-Hörnern vermischt werden.
Arbeitsschutz beim Mahlen
Ein wichtiger Punkt vorweg: Der Quarz wird zu feinstem Mehl zerrieben, und feiner Quarzstaub ist lungengängig und gesundheitsschädlich. Beim Zerschlagen und Mahlen ist deshalb ein geeigneter Atemschutz Pflicht, und es sollte staubarm gearbeitet werden. Das ist kein optionaler Hinweis, sondern Voraussetzung.
Zeitpunkt und Ablauf
Hornkiesel wird über die helle, warme Jahreszeit hergestellt — gespiegelt zum Hornmist. Der Quarz wird stufenweise zerkleinert und schließlich zu einer mehlfeinen Konsistenz verrieben, mit Wasser zu einem Brei angerührt und in die Hörner gefüllt. Diese werden über den Sommer (etwa vom Frühjahr bis in den Herbst) im Boden vergraben und mit den ersten kühleren Wochen geborgen. Anschließend wird das Hornkieselmehl getrocknet und hell, trocken und warm aufbewahrt (siehe Lagern der Präparate) — auch das im Gegensatz zum dunkel-feucht-kühl gelagerten Hornmist. Vor der Anwendung wird es gerührt (siehe Dynamisieren) und morgens fein auf die Pflanzen vernebelt.
Häufige Fragen
Woraus besteht Hornkiesel 501?
Aus feinst gemahlenem Quarz beziehungsweise Bergkristall (über 98 Prozent Siliziumdioxid), der in Kuhhörnern über den Sommer im Boden reift.
Wann wird Hornkiesel hergestellt?
Über das Sommerhalbjahr: im Frühjahr/Sommer vergraben, im Herbst geborgen — gespiegelt zum Hornmist, der über den Winter reift.
Worauf muss man beim Mahlen achten?
Auf Atemschutz: Feiner Quarzstaub ist lungengängig und gesundheitsschädlich. Staubarm arbeiten ist Pflicht.
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