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27. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit

Ackerschachtelhalm (508) — das Kieselsäure-Präparat im Porträt

Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) als Präparat 508 — kieselsäurereich, vorbeugend gegen Pilzkrankheiten, Herstellung und Anwendung als Tee.

Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) trägt die Nummer 508 und nimmt im Kanon eine Sonderstellung ein: Er ist kein Erdpräparat in einer tierischen Hülle, sondern wird als Tee oder Dekokt angewendet — vorbeugend gegen Pilzkrankheiten. Seine Stärke ist die Kieselsäure. Dieses Porträt ordnet Pflanze, Wirkbild, Herstellung und Anwendung ein.

Die Pflanze

Equisetum arvense ist ein urtümliches Gewächs ohne Blüten, das sich über Sporen und ein weit verzweigtes Rhizomsystem vermehrt. Steiner hebt im „Landwirtschaftlichen Kurs“ (GA 327) hervor, dass der Ackerschachtelhalm zu rund neunzig Prozent aus Kieselsäure besteht — derselbe Stoff, der auch im Quarz und damit im Hornkiesel (501) wirkt, hier jedoch in feiner, lebendiger Verteilung. Wichtig: Verwendet wird ausschließlich der Ackerschachtelhalm, erkennbar an den rauen, gefurchten Sommertrieben mit ihren aufsteigenden Ästen.

Wirkbild: Kieselsäure gegen Pilzdruck

Der Ackerschachtelhalm stärkt die Pflanzen gegen Pilzkrankheiten. Pierre Masson beschreibt das Bild anschaulich: Der Schachtelhalm, der feuchte Standorte verträgt, ohne selbst zu faulen, vermittelt den Pilzen und den sie anregenden Mondkräften, dass sie sich auf den Boden beschränken sollen, statt die oberirdischen Pflanzenteile zu befallen. Das Präparat wirkt also vorbeugend und ordnend, nicht als chemisches Fungizid.

Herstellung und Anwendung

Der Ackerschachtelhalm wird im Sommer gesammelt und getrocknet. Für die Anwendung wird er als Dekokt abgekocht und verdünnt — vorbeugend auf den Boden pilzgefährdeter Kulturen gespritzt, im Frühjahr von März bis Mai und im Herbst von Oktober bis November. Nach Masson wirkt es am besten morgens und in der Nähe des Vollmonds oder der Erdnähe des Mondes (Perigäum), weil das günstige Zeiten für die Entwicklung von Pilzkrankheiten sind. Im Obst- und Weinbau bewährt sich die Beimischung zu Baumanstrichen. Mehr zur Anwendung in Schachtelhalmtee.

Häufige Fragen zum Ackerschachtelhalm 508

Warum wirkt der Ackerschachtelhalm gegen Pilze?

Er ist sehr kieselsäurereich und stärkt die Pflanzen vorbeugend. In der biodynamischen Auffassung hält er den Pilzdruck im Boden, statt ihn auf die oberirdischen Teile übergreifen zu lassen.

Welcher Schachtelhalm ist der richtige?

Ausschließlich der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), erkennbar an den rauen, gefurchten Trieben mit aufsteigenden Ästen — nicht zu verwechseln mit anderen Arten.

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