Was unterscheidet die Bio-Siegel?
Nicht jedes „Bio" ist gleich. Grob lassen sich zwei Ebenen unterscheiden: der gesetzliche Mindeststandard und die strengeren Verbandsstandards.
EU-Bio ist der gesetzliche Rahmen, geregelt in der EU-Öko-Verordnung. Jedes Produkt mit dem EU-Bio-Logo erfüllt diese Mindestanforderungen — etwa Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und mineralische Stickstoffdünger sowie Gentechnikfreiheit.
Anbauverbände wie Bioland, Naturland und Demeter setzen darüber hinaus eigene, strengere Richtlinien. Sie verlangen in der Regel die vollständige Umstellung des Betriebs (nicht nur einzelner Flächen), engere Düngegrenzen und mehr Tierwohl.
Wo Demeter heraussticht
Demeter ist unter diesen Standards der mit den weitestgehenden Anforderungen — und der einzige, der die Biodynamische Präparate verpflichtend vorschreibt. Dazu kommen das Leitbild des Hoforganismus mit Tierhaltung, der Ausschluss von Hybridsorten beim Getreide und die Logik der Positivliste: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist nicht zulässig. Der Demeter-Standard steht dabei immer zusätzlich auf der EU-Öko-Verordnung — als Drauflage, nicht als Ersatz.
Einordnung
Bioland und Naturland sind anerkannte, strenge Verbände, die ökologisch über EU-Bio hinausgehen, aber keine biodynamische Wirtschaftsweise verlangen. Wer gezielt biodynamisch erzeugte Ware sucht, erkennt sie am Demeter-Zeichen. Konkrete Mitglieder- oder Flächenzahlen ändern sich laufend und werden hier bewusst nicht genannt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen EU-Bio und Demeter?
EU-Bio ist der gesetzliche Mindeststandard. Demeter erfüllt ihn und legt strengere Anforderungen darauf — vor allem die verpflichtende Präparatearbeit und den Hoforganismus.
Ist Demeter strenger als Bioland und Naturland?
In Bezug auf die biodynamische Methode ja: Demeter ist der einzige der großen Verbände mit verpflichtenden Präparaten und Hoforganismus-Leitbild.
Verwandte Begriffe
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