Präparatekiste Magazin
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27. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit

Präparatearbeit im April — Anwendung und Herstellung

Der betriebsamste Präparatemonat: Hornmist und Hornkiesel auf Grünland, Acker und im Garten, Baldrian als Frostschutz im Obst — und der volle Herstellungszyklus.

Der April ist der betriebsamste Monat im biodynamischen Jahr. Der Boden erwärmt sich, die Kulturen laufen an, und zum ersten Mal seit dem Herbst greifen Anwendung und Herstellung ineinander: Hornmist und Hornkiesel kommen auf die Flächen, während die über Winter gereiften Präparate aus der Erde geholt und die nächsten neu angesetzt werden.

Zwei Faustregeln führen durch den Monat. Der Boden kommt vor dem Licht — Hornmist (500) als Bodenimpuls geht voraus, Hornkiesel (501) als Lichtimpuls folgt rund zwei Wochen später auf die jungen Triebe. Und: Wetter und Bodenzustand stehen vor dem Kalender. Die folgenden Punkte sind Zeitfenster, keine festen Termine.

Grünland und Acker

  • Grünland: Hornmist und Hornkiesel zu jedem neuen Aufwuchs — erst der Boden, rund zwei Wochen später das Licht.
  • Getreide: Hornkiesel ab dem Dreiblattstadium und zum Schossen; Ackerschachtelhalm-Tee (508) bei Pilzdruck.
  • Boden: Hornmist auf frisch bestellte Flächen — eine Stunde dynamisiert, zum Tagesende ausgebracht.

Gemüsegarten

  • Hornmist zu Bodenbearbeitung, Saat und Pflanzung — eine Stunde gerührt, abends grob auf den feuchten Boden.
  • Hornkiesel auf die jungen Triebe — eine Stunde gerührt, morgens fein vernebelt, bei Blattbildung und Fruchtansatz.
  • Ackerschachtelhalm-Tee vorbeugend bei Pilzdruck; Fladenpräparat (rund 20 Minuten gerührt) auf vorbereitete Flächen.

Wein und Obst

  • Baldrian (507) als Frostschutz: 10 bis 20 Minuten dynamisieren, am Abend vor erwarteten Frostnächten bei Windstille auf die Blüten — besonders vor den Eisheiligen Mitte Mai.
  • Hornkiesel auf die jungen Triebe nach dem Austrieb, Hornmist auf den Boden.
  • Ackerschachtelhalm vorbeugend bei Pilzgefahr.

Herstellung

Ausgraben — über Winter im Boden gereift:

  • Hornmist (500): die im Herbst gefüllten Hörner holen.
  • Kamille (503) und Löwenzahn (506): die Hüllen Ende April bis Anfang Mai öffnen.
  • Eichenrinde (505): aus dem Wasser- und Schlammlager holen.

Neu ansetzen — für den Sommer:

  • Hornkiesel (501): Hörner mit vermahlenem Bergkristall füllen und vergraben.
  • Schafgarbe (502): in die Hirschblase füllen und sonnig aufhängen.
  • Kamillenblüten: sammeln und trocknen, sobald die ersten blühen.

Den vollständigen Herstellungsweg beschreiben Wistinghausen und Walter Stappung im Detail; das Rühren vertieft Präparate rühren.

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