Was ist der biodynamische Festtagskalender?
Im biodynamischen Anbau dienen die Feste des Jahreslaufs als praktische Termin-Marker. Sie sind keine starren Vorschriften, sondern bewährte Orientierungspunkte, an denen sich wiederkehrende Hof- und Präparatearbeiten ausrichten lassen. Die wichtigsten sind Michaeli und Johanni.
Die wichtigsten Marken im Jahreslauf
Michaeli (29. September) markiert den Herbstbeginn der Präparatearbeit: Um diese Zeit werden die Kuhfladen für den Hornmist 500 gesammelt und eingegraben, und im Herbst wird Hornmist auf den Boden ausgebracht, wenn die Kräfte in die Erde einziehen.
Johanni (24. Juni), um die Sommersonnenwende, ist eine Hochzeit des Pflanzenwachstums. Praktisch relevant: Der Ackerschachtelhalm 508 wird möglichst kurz vor Johanni geerntet, ebenso werden viele Blütenpräparate-Pflanzen in dieser Zeit gesammelt.
Daneben gliedern die Tagundnachtgleichen (Frühjahr und Herbst), die Sonnenwenden (Sommer und Winter) und die Rauhnächte (die Nächte um den Jahreswechsel) den biodynamischen Jahreslauf.
Einordnung
Die Feste tragen christliche und ältere Namen, dienen in der biodynamischen Praxis aber als Kalender-Orientierung für Aussaat, Ernte und Präparatearbeit. Konkrete Arbeiten richten sich nach Witterung und Region — die Festtage sind Anhaltspunkte, keine starren Termine.
Häufige Fragen zum biodynamischen Jahreslauf
Warum ist Michaeli für die Biodynamik wichtig?
Um Michaeli (Ende September) beginnt die Herbst-Präparatearbeit: Hornmist-Hörner werden gefüllt und eingegraben, Hornmist wird ausgebracht.
Was hat Johanni mit dem Anbau zu tun?
Um Johanni (24. Juni) steht das Pflanzenwachstum im Höhepunkt — Erntezeit für Ackerschachtelhalm und viele Präparatepflanzen.
Verwandte Begriffe
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